Konzept der ASK

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Konzept der ASK 2016-10-25T13:04:10+00:00

Die Aktive Schule Köln (ASK) umfasst eine Grundschule und eine weiterführende Schule bis einschließlich Klasse 10. In unserer inklusiven Schule des 21. Jahrhunderts können alle Kinder mit ihren Begabungen und Bedürfnissen in ihrem individuellen Tempo lernen, ihre eigenen Potenziale entdecken und entfalten und so zu sozial kompetenten, querdenkenden und kreativen Persönlichkeiten heranwachsen.

Die Pädagogik der Aktiven Schule Köln basiert auf bewährten reformpädagogischen Ansätzen und integriert moderne, wissenschaftlich fundierte neurologische Erkenntnisse. Dies ermöglicht das Erreichen der Lernziele des Landes NRW, die für uns als staatlich genehmigte Ersatzschule in privater Trägerschaft ebenso verbindlich sind wie für Regelschulen.

Bei uns geht es nicht um die Reproduktion von Fertigwissen. Stattdessen erwerben unsere Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zur Autonomie die Fähigkeit, eigenverantwortlich zu lernen, erworbenes Wissen kreativ und lösungsorientiert auf neue Bereiche anzuwenden und kompetent Lösungen zu finden und Entscheidungen zu treffen.

Was die ASK so besonders macht

Die Aktive Schule Köln hat sich zum Ziel gesetzt, moderne lernentwicklungspsychologische sowie neurobiologische Erkenntnisse für das schulische Lernen umzusetzen. Eine unserer Grundannahmen ist es, dass menschliche Entwicklung einem inneren individuellen Entwicklungsplan folgt. Kinder lernen demnach am effektivsten in sogenannten sensiblen Phasen, die natürlich nicht von außen vorbestimmt werden können. In diesem Sinne ermöglicht das pädagogische Konzept der Aktiven Schule Köln die Schaffung von Rahmenbedingungen und Freiräumen, in denen Lebens- und Entwicklungsprozesse respektiert und gefördert werden. Dieser Freiheit gegenüber stehen klare Regeln, die ein wertschätzendes Miteinander erst möglich machen.

Pädagogische Grundlagen und Einflüsse

Das Konzept der ASK ist eine konsequente Weiterentwicklung der Pädagogik von Maria Montessori und Jean Piaget und der Schulpädagogik von Peter Petersen. Diese Pädagogen haben bereits vor über einem halben Jahrhundert das absolute Vertrauen auf die inneren Wachstumskräfte des Menschen und die aufmerksame Begleitung des Kindes in einer vorbereiteten Umgebung gefordert.

Darüber hinaus berücksichtigt das Konzept insbesondere die praktische pädagogische Arbeit der Nicht-Direktivität von Rebeca und Mauricio Wild. Nur durch eine auf individuelle Entwicklung und eigene Erfahrungen der Kinder abgestimmte Pädagogik können die gerade heute geforderten Schlüsselqualifikationen wie Selbstständigkeit, Kreativität, vernetztes Denken und Teamfähigkeit der heranwachsenden Kinder gefördert werden.

Umsetzung im ASK-Alltag

In einer vorbereiteten Umgebung werden vielfältige Lern-, Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten geboten, die den Kindern ein weitreichend selbstbestimmtes Leben und Lernen ermöglichen. Das offen zugängliche Material lädt die Kinder zum Tätigwerden ein: Beispielsweise können sie im individuellen Umgang mit Montessori-Materialien über Erfassen und Begreifen zu Verständnis und Anwendung der Kulturtechniken gelangen, ohne auf eine kontrollierend beurteilende Instanz angewiesen zu sein.

Auch gibt es Spielraum für Körper und Sinne, denn sensomotorische und kognitive Entwicklung haben bei uns gleich hohen Stellenwert, sie bedingen und befruchten sich gegenseitig im gesamten Entwicklungsprozess.

Die Rolle der Erwachsenen

„Der Lehrer muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann.“ Maria Montessori

Um jedem Kind seinen individuellen Reifeprozess zu ermöglichen, bedarf es der aufmerksamen Begleitung durch die Pädagogen: Ihre Aufgabe ist es, Bedürfnisse und Interessen der Kinder wahrzunehmen und vornehmlich durch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen darauf entsprechend zu reagieren. Der so begleitete Entwicklungsprozess entzieht sich einer Benotung. Kinder und Eltern werden vielmehr in regelmäßigen Abständen über die Entwicklung des Kindes z.B. in Form von Gesprächen, Dokumentationen und Berichten informiert.

Seilritual der ASK

Beim Seilritual der ASK werden die Schulneulinge in die Schulgemeinschaft aufgenommen.

Freies Lernen und regelmäßige Kursangebote

Im freien Spiel lernen die Kinder durch konkretes tätig sein; sie schaffen damit die Grundlage für wirkliches Verständnis und vernetztes Denken. In Projekten arbeiten die Kinder gemeinsam an einer selbstgestellten Aufgabe. Sie können bereits erworbenes Wissen einbringen, sich neue Fähigkeiten aneignen und geistige und körperliche Arbeit verbinden.

In regelmäßig wiederkehrenden Kursangeboten, die sich ebenfalls an den Bedürfnissen der Kinder orientieren, können die Kinder im Verbund kleiner Gruppen beispielsweise Fremdsprachen oder spezielle Techniken aus künstlerischem oder handwerklichem Bereich erlernen.

Ein achtsamer und respektvoller Umgang

Die praktizierten Lernformen sollen durch eine Atmosphäre des respektvollen Umgangs miteinander geprägt sein. Dem Umgang mit Regeln, Grenzen und Konflikten wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Den Kindern, die in jahrgangsübergreifenden Gruppen zusammen sind, wird darüber hinaus der Raum gegeben, für ihre Schule Mitverantwortung zu übernehmen.

Lehrplan und Richtlinien

Beide Schulen orientieren sich inhaltlich an den Richtlinien und Kompetenzerwartungen des Landes Nordrhein-Westfalen, übernehmen aber nicht die Stundentafel der staatlichen Regelschule, sondern ermöglichen es den Kindern z.B. eigene Themen einzubringen oder eine Tätigkeit ohne Zeitdruck zu Ende zu führen.

Wir bieten Kindern und Jugendlichen…

  • die Chance, aus Neugier zu lernen– nicht für den Lehrer
  • Lernen aus eigenem Antrieb – das Recht auf ungestörte Arbeit
  • Lernen im individuellen Tempo – ohne Über- oder Unterforderung
  • vielfältiges Material zum Begreifen – von unstrukturiert bis hoch strukturiert
  • Bewegungsmöglichkeiten über den ganzen Tag – nicht still sitzen müssen
  • Inklusion – jeder hat seinen Platz in der Schulgemeinschaft
  • tägliche Erfolgserlebnisse in der Schule

Wir bieten Eltern…

  • eine familiäre, überschaubare Gemeinschaft – Eltern, Kinder und Lernbegleiter kennen sich
  • Zeit und Raum für Austausch der Eltern
  • gleitende Startzeit bis 8.30h, nachmittags bis max. 16.00h, ab dem Schuljahr 2017/2018 bis 15.00h
  • intensiven Austausch von Eltern und Lernbegleitern über die Bedürfnisse und Entwicklung des Kindes
  • Teilhabe am Schulleben durch aktive Mitarbeit
  • freie Zeit mit ihren Kindern am Nachmittag ohne Hausaufgaben