Ein typischer Tag

//Ein typischer Tag
Ein typischer Tag 2015-10-18T13:15:36+00:00

Wenn es überhaupt einen typischen Tag bei uns in der Grundschule gibt, könnte er ungefähr so aussehen:

7.30 bis 8.30 Uhr Die Kinder kommen innerhalb dieser gleitenden Startzeit in die Schule. Die meisten werden von ihren Eltern gebracht. Dabei machen die Eltern i.d.R. nicht schon vor der Schultür kehrt, sondern begleiten ihr Kind noch einen kurzen Moment in den Schultag hinein, in dem sie in die Feierhalle kommen. Jacke, Schuhe und die Tasche kommen an die Garderobe, Hausschuhe anziehen … und dann schauen, wer schon da ist!

8.30 Uhr Morgenkreis in der Stammgruppe: Alle Kinder und Lernbegleiter der Ahorn- und Eichengruppe treffen sich im Kreis auf dem Teppich. Die Angebote für den heutigen Tag werden vorgestellt: Mathe-Stern, Englisch, Schwimmen, offenes Atelier und viele andere Angebote. Man kann sich aber auch für ein eigenes Thema oder Projekt entscheiden. Die Kinder wählen aus und treffen ihre Entscheidung für den heutigen Tag. Wenn nötig, bekommen sie Entscheidungshilfen – aber sie werden nicht motiviert, bestimmte Dinge zu tun. Die Struktur gibt Orientierung, lässt aber trotzdem Raum für eigene Entscheidungen und Arbeiten.

9.00 Uhr Das erste „Band“ beginnt: Die Kinder beginnen mit der Arbeit. Das kann etwas sein, das sie am Vortag begonnen haben. Oder sie nehmen sich etwas Neues vor. Alleine oder im Team, oft auch jahrgangsübergreifend oder mit einem Freund aus der anderen Stammgruppe. Die Teilnahme an den Darbietungen ist freiwillig, für Kurse wie z.B. den Englischkurs entscheiden sich die Kinder jedoch zur Teilnahme für einen verabredeten Zeitraum, meist bis zu den nächsten Ferien. „Arbeitsplätze“ sind bei uns übrigens nicht immer Schultische im Klassenraum – die Kinder können sich einen Arbeitsteppich richten, ein kleines Kniepult nutzen – oder eben sich an einen freien Platz am Tisch setzen.

Im Laufe des Vormittags können die Kinder im Restaurant frühstücken gehen. Jeder bringt sein Frühstück mit. Wichtig ist: die Kinder wählen den Zeitpunkt selber – also wenn sie Hunger haben oder gerade eine Pause brauchen.

Wenn eine Arbeit beendet ist, räumen die Kinder die Arbeitsmaterialien auf. Macht man nur eine kleine Pause, legt man ein Namensschildchen auf den Arbeitsplatz als Zeichen, dass man gleich wieder kommt.

11.00 Uhr Beginn des zweiten Bandes. Entweder gehen die Kinder zu einer Darbietung, die für diesen Zeitpunkt eingeplant ist – oder sie setzen ihre Arbeit aus dem ersten Band fort – oder ….!

12.30 Uhr Mittagskreis in der Stammgruppe

13.00 Uhr Mittagessen im „Restaurant“. Die Stammgruppe geht gemeinsam zum Mittagessen. An Achtertischen sitzen die Kinder mit jeweils einem Erwachsenen. Das in unserer eigenen Küche frisch zubereitete Essen wird in Schüsseln auf den Tisch gebracht und jeder nimmt sich etwas. Wer Unterstützung braucht, bekommt sie. Zu hören ist ein fröhliches Gemurmel, es wird erzählt, gelacht und gegessen. Jedes Kind räumt hinterher seinen Platz ab – und dann kann es weiter gehen.

13.30 Uhr Nach dem Essen ist es auch wieder möglich individuell zu arbeiten, zu spielen, sich auszuruhen, drinnen oder draußen zu sein. Oder an einem Angebot teilzunehmen – Fußball, Handarbeiten, Werkstatt etc.

15.00 Uhr bzw. 16.00 Uhr Die Kinder werden abgeholt – wieder kommen die Eltern in die Feierhalle. Schuhe an, Jacke und Tasche mitnehmen, dann geht’s nach Hause. Oft gibt es Verabredungen für den Nachmittag direkt von der Schule aus. Wunderbar ist: es gibt keine Hausaufgaben! Denn bei uns werden alle schulischen Arbeiten in der Schule erledigt!